Warum gehe ich eigentlich noch einkaufen?

Das habe ich mich in den vergangenen Wochen und Monaten oft gefragt. Im Laden bekommt man ja auf die Schnelle eigentlich nie genau das Produkt, welches man sich vorgestellt hat. Die Preise sind meistens höher als im Internet. Man muss persönlich rausgehen, wobei das Wetter es auch nicht immer gut mit einem meint. Bestellte Ware muss man selber abholen. Die Beratung ist oftmals unter aller Sau, und Garantiefälle werden im Internet schon lange sehr viel verbraucherfreunlicher bearbeitet. In einem realen Geschäft einkaufen gehen – warum tu ich mir das eigentlich noch an? Hä?

Auch andere Dinge sprechen für das Internet. Dinge, die mich nicht direkt betreffen. Ein nicht vorhandener Laden zum Beispiel kann nicht überfallen werden. Jeder geschlossene Laden ist wohl auch gut für die Umwelt, da ja kein Strom für Belüftung oder Schaufensterbeleuchtung verbraucht wird. Lieferwege der Ware zum Händler entfallen. Stattdessen kommt die online-Lieferung direkt bis zu meiner Haustür. Mit einem Postauto, welches ja eh ständig unterwegs ist. Meistens jedenfalls.

Für mich persönlich ergeben sich eigentlich nur zwei Gründe, warum ich Produkte bevorzugt lokal kaufe: Erstens haben wir in Deutschland noch kein bedingungsloses Grundeinkommen. Das heißt, mit meinem Einkauf unterstütze ich Menschen, die tagtäglich ihren Hintern aus dem Bett heben und arbeiten gehen. Sie haben hoffentlich am Ende des Monats so viel Geld eingenommen, dass sich die Arbeit für sie lohnt. Wer hier mit den Augen rollt, und meint, die Realität sieht ja ganz anders aus, der sollte sich vielleicht mal fragen, wann er das letzte mal beim Metzger oder beim lokalen Gemüsehändler einkaufen war. Oder wo er seine Weihnachtsgeschenke eingekauft hat.

Der zweite Grund ist, dass auf den Gewinn des Geschäfts, in dem ich einkaufe, eine Gewerbesteuer anfällt. Diese Gewerbesteuer wird an das Finanzamt meiner Stadt abgeführt, sofern das Geschäft hier seinen Sitz hat. Nur mal als Beispiel: Kaufe ich mein neues Fahrrad bei einem lokalen Händler, dann bleibt ein Teil seines Verkaufsgewinns in meiner Gemeinde. Kaufe ich das Fahrrad bei einem Discounter, dann bleibt sehr wahrscheinlich von dem selben Gewinn nur ein kleinerer Teil in meiner Gemeinde, weil die Gewinne erst mal zur Hauptzentrale des Discounters angerechnet werden. Anschließend wird die Steuer nach einem bestimmten Schlüssel auf alle beteiligten Gemeinden verteilt. Da dieser Schlüssel unter anderem vom Einkommen der Beschäftigten abhängt, ist es sehr wahrscheinlich, dass meine Stadt von meinem Fahrradkauf nicht so viel hat, wie beim Kauf des Rades beim Händler. Zu guter Letzt: Ich kaufe mein Rad bei einem Online-Händler. Hier hat meine Gemeinde gar nichts von meinem Kauf. Denn der Firmensitz kann sonstwo sein. In Buxtehude, auf den Cayman Inseln, in Wolmirstedt, oder auch in Luxemburg. Aber meist ist er nicht hier. In meiner Stadt.


Aber hier, wo ich lebe, da nutze ich auch die vorhandene Infrastruktur. Hier bin ich auf Busse und Bahnen und Straßen angewiesen. Hier möchte ich mich sicher fühlen. Und ich möchte, dass man mir hier ein breites Angebot an Kultur und Sport bereitstellt. Auch Vereine werden durch die Kommunen gefördert. Dies alles kostet Geld, welches irgendwoher kommen muss: Unter anderem aus der Gewerbesteuer.


Für mich hat der Einkauf bei lokalen Händlern vor allem eine sozial-gesellschaftliche Komponente. Ich will mit diesem Post niemand in die Ecke stellen und sagen, er wäre unsozial, wenn er im Internet oder beim Discounter einkauft. Oft bekommt man ja auch nur im Internet bestimmte Produkte, die unter guten ökologischen und sozialen Aspekten hergestellt wurden. Aber ich würde mir wünschen, dass sich der ein oder andere für die Zukunft vornimmt, nicht immer gleich bei Aldi, Amazon und Co. zuzuschlagen, nur weil es dort wieder mal ein besonderes Angebot gibt. Überlegt, ob ihr ab jetzt vielleicht einmal alle paar Monate den Wocheneinkauf beim Discounter durch einen den Einkaufsbummel in eurer Stadt ersetzt. Ja, es ist teurer. Aber letztlich kommt es euch selbst und eurer Stadt zugute, wenn ihr euer Geld bei lokalen Händlern in eurer Gegend ausgebt.

Das Internet macht einem die Suche zum Glück sehr leicht. Solange der Preis für ein Produkt noch angemessen ist, kann man doch auch einfach mal über seinen Schatten springen und lokal einkaufen.

Kommentar zum Heise-Kommentar

Auf heise.de erschien heute (21. Oktober 2016), ein Kommentar mit dem Titel “Beratung im Einzelhandel wird vollkommen überbewertet“. Ein sehr passender Artikel für meinen Blog, dachte ich mir. Hätte man auch hier veröffentlichen können. 🙂

Mögen die Erfahrungen des Heise-Autors nur eine Einzelerfahrung sein, so machen sie wieder mal deutlich, dass der Einzelhandel in Deutschland ein großes Problem hat. Denn gute Beratung und guter Service ist echt Mangelware: Im verlinkten Artikel wird beschrieben, wie schwierig der Kauf von speziellen Wanderschuhen für den Autor in einem Fachgeschäft war. So wurden ihm Schuhe verkauft, die bereits nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft waren. Er wusste genau, was er wollte, und trotzdem wurde ihm etwas anderes verkauft. Erst in einem 80 Kilometer entfernten Fachgeschäft wurde er schließlich gut beraten. Schön, dass er zum Schluss noch auf die Möglichkeit hinweist, dass man Schuhe in bestimmten Läden auch online bestellen und zum Geschäft schicken lassen kann, um sie dort auszuprobieren.

Wie üblich geht es anschließend im Heise-Kommentarbereich hoch her und die User überschlagen sich mit ihren Negativberichten zu den Erfahrungen im Einzelhandel. Ich würde mal sagen, nur betroffene Hunde bellen – jemand der gut beraten wurde, wird seine Erfahrung hier wohl kaum teilen.

So habe ich vor kurzem von zwei Bekannten gehört, dass sie in einem großen Frankfurter Outdoor-Geschäft von einem Berater beim Kauf eines Wander-Rucksacks mega-gut beraten wurden. So gut, dass sie es nicht übers Herz brachten, den Rucksack später online zu kaufen (wie es geplant war), sondern doch direkt im Laden. Auch wenn es teurer war.

Bei mir war es statt dessen wieder anders. Ich habe seit kurzem ein neues Smartphone, welches ich auch vor Ort gekauft habe. Ein Verkäufer im Geschäft wollte mir dabei weismachen, dass das Gerät, für das ich mich interessierte, komplett wasserdicht sei. Nachweislich war es das aber nicht, wie die Spezifikationen vom Hersteller zeigten – und das wusste ich auch. In einem anderen Geschäft wurde ich später fündig und habe mich für ein neues Telefon entschieden. Allerdings war mein Wunschgerät nicht vorrätig und man sagte mir, mit etwas Glück wird es am nächsten Tag geliefert. Wurde es aber nicht. Wäre es da nicht nett, wenn man mir per SMS oder Anruf mitgeteilt hätte, dass sich die Lieferung um einen Tag verzögert? Meine Telefonnummer war dem Verkäufer bekannt. Mich hat es jedenfalls schon genervt, nicht zu wissen, ob das Telefon nun abholbereit war, oder nicht. Kauft man online, gibt es doch auch immer eine Sendungsverfolgung. Das ist heute Standard. *grummel*

Telefon kaputt - ein neues musste her.

Telefon kaputt – ein neues musste her.

Was ich hier aber eigentlich sagen wollte, ist aber was völlig anderes: Viele Leute (und auch ich) beklagen sich ja häufig über die Inkompetenz von Verkäufern in Geschäften. Aber oft wird diese Tatsache ins Feld geführt, wenn insgesamt gegen den Fachhandel argumentiert wird. Dabei kann man doch gar nicht alle Verkäufer über einen Hut Kamm scheren. Genauso, wie es schlechte gibt, gibt es auch gute.

Das Kiezkaufhaus in Wiesbaden

Die Wiesbadener haben seit einiger Zeit etwas, dass ich auch gerne mal ausprobieren würde: Den Online-Shop “kiezkaufhaus” für Waren von mittlerweile mehr als 20 Wiesbadener Einzelhändlern, Herstellern und Erzeugern.

2016-09-kietzkaufhaus-rad
Ein schickes Lastenrad vom Kiezkaufhaus (Quelle: Kietzkaufhaus Facebook-Seite)

Bestellt man etwas auf http://www.kiezkaufhaus.de, so packt der betreffende Händler die Ware(n) in eine stabile Stofftasche, die dann von einem Fahrradkurier abgeholt und zu einem zentralen Büro gebracht  wird. Dort werden Taschen für jeden einzelnen Kunden fertig gepackt und diese mit dem Rad zum Kunden gebracht. Wer bis 14 Uhr bestellt, bekommt seine Lieferung noch am gleichen Tag.

Die Idee ist super und ich würde sie unheimlich gern unterstützen. Denn die Vorteile, die sich durch das Projekt ergeben, liegen auf der Hand (Zitat vom Kiezkaufhaus):

  • Gut für’s städtische Leben
    Fachgeschäfte prägen den Charme der Innenstadt und es gilt, sie zu erhalten. Leider haben viele von ihnen in den letzten Jahren geschlossen. Den frei gewordenen Platz haben sich dann oft Ketten erobert, die mitunter wenig zur individuellen Stadtgestaltung beitragen. Kaufen wir online bei lokalen Händlern, bleibt der Umsatz in unserer Stadt.
  • Gut für die Stadt-Finanzen
    Mehr als 500 000 Euro gehen einer Stadt in der Größenordnung Wiesbadens verloren, weil durch den Distanz-Handel die Gewerbesteuer nicht in der Stadt bleibt. Dabei sind weitere ökonomische Aspekte wie zum Beispiel Arbeitsplätze, die im Einzelhandel entstehen oder wegfallen noch nicht berücksichtigt.
  • Gut für die Umwelt
    Durch die Auslieferung mit Cargo-Bikes anstelle von Kleintransportern wird der Straßenverkehr entlastet und die Umwelt geschont. Laut einer EU-Studie könnten potentiell 51 Prozent des innerstädtischen Lieferverkehrs mit Lasten-Fahrrädern erfolgen. Neben einer besseren CO2-Bilanz schlägt sich das natürlich auch auf den Umfang der Luftverschmutzung nieder.

Die Lieferpauschale beträgt gerade mal 5 Euro. Das kann man wirklich verkraften, finde ich, und man spart sich mit dem Lieferdienst auch das Park-Ticket für den dicken SUV. 🙂 Win-Win, würde ich sagen. Die erste Lieferung ist sogar versandkostenfrei.

Wie es funktioniert

Was es zu kaufen gibt – mir läuft das Wasser im Mund zusammen – aber es gibt auch diverse Non-Food Artikel.

Kiezkaufhaus Facebook-Seite

Einkaufsgutschein für Langen

Seit vielen Jahren wurde in Langen überlegt, wie man die Kaufkraft der Menschen im Ort halten oder zurückholen kann. Denn nicht nur der online-Handel setzt den lokalen Geschäften zu, sondern natürlich auch die Verlockungen von großen Einkaufszentren außerhalb Langens.

Jetzt soll der Langener „Einkaufsgutschein“ helfen, dies zu ändern.

So sieht er also aus, der Einkaufsgutschein für Langen.
So sieht er also aus, der Einkaufsgutschein für Langen.

Die Idee ist nicht neu und wird schon in anderen Gegenden Deutschlands erfolgreich eingesetzt. Daher freue ich mich um so mehr, dass wir in Langen jetzt auch mitmachen.

Der Gutschein ist ein kleines Plastikkärtchen mit einem Wert von 5 oder 10 Euro. Es ist bei verschiedenen Ausgabestellen erhältlich und kann nur in teilnehmenden Langener Geschäften beim Einkauf eingelöst werden. Die Zahl der Geschäfte ist mit nahezu 60 durchaus beachtlich und kann sich in nächster Zeit noch weiter erhöhen. Für interessierte Händler gibt es dafür das pdf-Dokument vom Langener Gewerbeverein.

Ich denke, die Karte ist eine tolle Sache! Jeder, der schon mal etwas verschenken wollte, weiß, dass Gutscheine oft das Mittel der Wahl sind. Mit diesem Gutschein steht dem Beschenktem die ganze Vielfalt der Langener Läden offen. Die Zahl der teilnehmenden Geschäfte ist beachtlich und schon das Schmökern durch diese Liste lässt Shopping-Lust aufkommen. Langener (und Nicht-Langener) Bürger und Unternehmen können von nun an mit diesem Gutschein für strahlende Gesichter bei Händlern und Konsumenten sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gutschein zu Weihnachten für die Kollegen? Das geht ab jetzt ganz einfach…

Für die Zukunft wünsche ich mir die Möglichkeit, Gutscheine auch online bestellen zu können. Warum? Man kommt viel einfacher an den Gutschein heran und ist nicht an die Öffnungszeiten und Räumlichkeiten der Ausgabestellen gebunden. Trotzdem bleibt das Geld in der Stadt. Die Frage ist also eher: Warum nicht? Ach ein höherer Grundbetrag von vielleicht 50 Euro wäre auch nicht schlecht – für größere Geschenke muss man derzeit noch mit vielen Kärtchen hantieren.

Auf jeden Fall eine gute Sache. Ich bin total gespannt, wie der Gutschein angenommen wird und freue mich, dass hier die Stadt, der Gewerbeverein und die vielen Geschäfte an einem Strang ziehen. Jetzt ist es nur noch nötig, dass ein wenig Werbung gemacht wird: In sozialen Netzwerken genauso, wie durch Mundpropaganda und offline-Werbung. Dann, glaube ich, steht einem Erfolg des Gutscheins nichts mehr im Weg. Hier gibts noch mehr Infos über das ganze Projekt.

Verbraucherzentrale Sachsen vs Sparkasse Leipzig

Ich hatte ja vor ein paar Monaten schon begründet, warum wir unser Konto bei der Sparkasse Leipzig gekündigt haben. Unter anderem hing das mit dem ominösen Bonusprogramm zusammen, bei dem man immer dann Punkte sammelt, wenn man bei bestimmten Geschäften online oder mit der EC-Karte der Sparkasse Leipzig bezahlt.

Und jetzt diese Nachricht von der Verbraucherzentrale Sachsen: Sie klagt gegen die Leipziger Sparkasse, weil die automatische Teilnahme der Kunden an diesem Programm einer Zwangsregistrierung der Kunden gleichkommt, der mit einem “intensiven Datenaustausch” zwischen verschiedenen Dienstleistern verbunden ist. Ich fühle mich in unserem Weggang daher (leider) bestätigt. Hier geht es zu der interessanten Pressemitteilung der Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/wenns-um-datenschutz-geht-sparkasse-leipzig

Die Klage finde ich absolut richtig und hoffe, dass die Sparkasse in diesem Verfahren in ihre Schranken verwiesen wird.

BecherBonus

Vor einigen Tagen las ich in der Frankfurter Rundschau folgendes: Im Raum Offenbach werden derzeit Unternehmer dazu aufgerufen, sich an der Aktion „BecherBonus“ zu beteiligen. Ziel soll sein, die täglich anfallende Menge von Coffee-to-go Bechern im Papiermüll zu senken. Unternehmen, die Kaffee zum Mitnehmen anbieten, sollten auch Alternativen zum Wegwerf-Becher anbieten.

Wenn Unternehmen ihren Kunden einen Preisnachlass bei Verwendung eines selbst mitgebrachten Kaffeebechers geben, würden sie im Gegenzug von kommunalen Stellen öffentlichkeitswirksam unterstützt.

Ich finde die Aktion super und hoffe, dass sich hier in der Gegend wenigstens ein paar Unternehmen anschließen. Erstens, weil ich Einwegverpackungen generell doof finde, und zweitens, weil ich denke dass wir immer erst einen Tritt brauchen, damit sich etwas ändert.

Unternehmen, die mitmachen wollen, sollen sich per Mail an pressestelle@umwelt.hessen.de wenden und werden dann auf der Internetseite hessen-nachhaltig.de/de/becherbonus.html veröffentlicht. Zur Zeit sind es immerhin schon fünf Stück, hoffentlich werden es bald noch mehr.

Was bleibt uns also zu tun? Teilen, Weitererzählen und immer einen Mehrwegbecher dabei haben. 🙂

Mehrweg-Kaffeebecher
Mehrweg-Kaffeebecher, Symbolbild

Gardinen aus dem Baumarkt

Für die einen ist eine Gardine in der Wohnung ja eher überflüssiges Beiwerk, für die anderen nicht weniger als ein Bilderrahmen der genau wie zugehörige Bild was hermachen muss. In unserer Küche muss zwar auch eine Gardine ihr Dasein fristen, aber vor allem wegen dem ganz profanen Zweck, uns vor den neugierigen Blicken der Nachbarn zu schützen. Und es sieht halt doch irgendwie besser aus, als ohne. Von daher zähle ich mich wohl eher zu den als zweites aufgezählten Leuten. Und seit einigen Monaten hängt über unserem Küchenfenster auch eine Gardinenstange in Wartestellung.

Irgendwann Mitte Dezember machten wir uns auf zum Baumarkt um die Ecke (wie genial!), um eine neue Gardinenstange und besagte Gardine zu kaufen. Beides hatten wir uns schnell ausgesucht. Wir erfuhren, dass man den Stoff von einem Nähservice in der richtigen Größe zunähen lassen kann. Super Service, wollen wir.

Leider, so sagte man uns, ging das aber gerade jetzt nicht, da sich die Baumarktkette erst kürzlich vom alten Servicedienstleister getrennt hat – wegen Qualitätsmängeln. Wir sollen in ca. zwei Wochen nochmal vorbei schauen, dann müssten auch die Verträge mit dem Nachfolger geklärt sein. Obwohl das unseren Plan durchkreuzte, hat die Begründung Vertrauen erweckt: man achtet hier also auf Qualität. Gerne kommen wir in zwei Wochen wieder.

Zwei Wochen später: Leider, so musste man uns jetzt mitteilen, verzögern sich die Gespräche mit dem Nachfolger noch. Wir sollten uns noch einmal um ein paar Wochen gedulden. Hm.

Mittlerweile stand Ostern vor der Tür, andere Erledigungen standen an und die Küchengardine verlor sich aus unserem Fokus. Im Garten begannen die ersten Blumen zu sprießen und unsere Gedanken begannen sich um Urlaub, den Garten und anderes zu drehen. Eines Tages musste neue Gartenerde her und eine Fahrt in den Baumarkt stand an. Ha!

Also fuhr ich vor etwa 14 Tagen wieder zum Baumarkt und machte dort zum dritten mal einen Abstecher beim Wohnbedarf. Leider war diesmal niemand von der Fachabteilung verfügbar. Allerdings hatte der nette Mitarbeiter einer anderen Abteilung auch noch nichts von einem neuen Lieferanten gehört. Er ließ sich unsere Telefonnummer geben und versprach, sich am nächsten Tag bei uns mit einer erhellenden Auskunft zu melden … auf die wir heute noch warten.

So eine Gardine ist ja zum Glück nicht wirklich lebensnotwendig.