Month: September 2016

Das Kiezkaufhaus in Wiesbaden

Die Wiesbadener haben seit einiger Zeit etwas, dass ich auch gerne mal ausprobieren würde: Den Online-Shop “kiezkaufhaus” für Waren von mittlerweile mehr als 20 Wiesbadener Einzelhändlern, Herstellern und Erzeugern.

2016-09-kietzkaufhaus-rad
Ein schickes Lastenrad vom Kiezkaufhaus (Quelle: Kietzkaufhaus Facebook-Seite)

Bestellt man etwas auf http://www.kiezkaufhaus.de, so packt der betreffende Händler die Ware(n) in eine stabile Stofftasche, die dann von einem Fahrradkurier abgeholt und zu einem zentralen Büro gebracht  wird. Dort werden Taschen für jeden einzelnen Kunden fertig gepackt und diese mit dem Rad zum Kunden gebracht. Wer bis 14 Uhr bestellt, bekommt seine Lieferung noch am gleichen Tag.

Die Idee ist super und ich würde sie unheimlich gern unterstützen. Denn die Vorteile, die sich durch das Projekt ergeben, liegen auf der Hand (Zitat vom Kiezkaufhaus):

  • Gut für’s städtische Leben
    Fachgeschäfte prägen den Charme der Innenstadt und es gilt, sie zu erhalten. Leider haben viele von ihnen in den letzten Jahren geschlossen. Den frei gewordenen Platz haben sich dann oft Ketten erobert, die mitunter wenig zur individuellen Stadtgestaltung beitragen. Kaufen wir online bei lokalen Händlern, bleibt der Umsatz in unserer Stadt.
  • Gut für die Stadt-Finanzen
    Mehr als 500 000 Euro gehen einer Stadt in der Größenordnung Wiesbadens verloren, weil durch den Distanz-Handel die Gewerbesteuer nicht in der Stadt bleibt. Dabei sind weitere ökonomische Aspekte wie zum Beispiel Arbeitsplätze, die im Einzelhandel entstehen oder wegfallen noch nicht berücksichtigt.
  • Gut für die Umwelt
    Durch die Auslieferung mit Cargo-Bikes anstelle von Kleintransportern wird der Straßenverkehr entlastet und die Umwelt geschont. Laut einer EU-Studie könnten potentiell 51 Prozent des innerstädtischen Lieferverkehrs mit Lasten-Fahrrädern erfolgen. Neben einer besseren CO2-Bilanz schlägt sich das natürlich auch auf den Umfang der Luftverschmutzung nieder.

Die Lieferpauschale beträgt gerade mal 5 Euro. Das kann man wirklich verkraften, finde ich, und man spart sich mit dem Lieferdienst auch das Park-Ticket für den dicken SUV. 🙂 Win-Win, würde ich sagen. Die erste Lieferung ist sogar versandkostenfrei.

Wie es funktioniert

Was es zu kaufen gibt – mir läuft das Wasser im Mund zusammen – aber es gibt auch diverse Non-Food Artikel.

Kiezkaufhaus Facebook-Seite

Einkaufsgutschein für Langen

Seit vielen Jahren wurde in Langen überlegt, wie man die Kaufkraft der Menschen im Ort halten oder zurückholen kann. Denn nicht nur der online-Handel setzt den lokalen Geschäften zu, sondern natürlich auch die Verlockungen von großen Einkaufszentren außerhalb Langens.

Jetzt soll der Langener „Einkaufsgutschein“ helfen, dies zu ändern.

So sieht er also aus, der Einkaufsgutschein für Langen.
So sieht er also aus, der Einkaufsgutschein für Langen.

Die Idee ist nicht neu und wird schon in anderen Gegenden Deutschlands erfolgreich eingesetzt. Daher freue ich mich um so mehr, dass wir in Langen jetzt auch mitmachen.

Der Gutschein ist ein kleines Plastikkärtchen mit einem Wert von 5 oder 10 Euro. Es ist bei verschiedenen Ausgabestellen erhältlich und kann nur in teilnehmenden Langener Geschäften beim Einkauf eingelöst werden. Die Zahl der Geschäfte ist mit nahezu 60 durchaus beachtlich und kann sich in nächster Zeit noch weiter erhöhen. Für interessierte Händler gibt es dafür das pdf-Dokument vom Langener Gewerbeverein.

Ich denke, die Karte ist eine tolle Sache! Jeder, der schon mal etwas verschenken wollte, weiß, dass Gutscheine oft das Mittel der Wahl sind. Mit diesem Gutschein steht dem Beschenktem die ganze Vielfalt der Langener Läden offen. Die Zahl der teilnehmenden Geschäfte ist beachtlich und schon das Schmökern durch diese Liste lässt Shopping-Lust aufkommen. Langener (und Nicht-Langener) Bürger und Unternehmen können von nun an mit diesem Gutschein für strahlende Gesichter bei Händlern und Konsumenten sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gutschein zu Weihnachten für die Kollegen? Das geht ab jetzt ganz einfach…

Für die Zukunft wünsche ich mir die Möglichkeit, Gutscheine auch online bestellen zu können. Warum? Man kommt viel einfacher an den Gutschein heran und ist nicht an die Öffnungszeiten und Räumlichkeiten der Ausgabestellen gebunden. Trotzdem bleibt das Geld in der Stadt. Die Frage ist also eher: Warum nicht? Ach ein höherer Grundbetrag von vielleicht 50 Euro wäre auch nicht schlecht – für größere Geschenke muss man derzeit noch mit vielen Kärtchen hantieren.

Auf jeden Fall eine gute Sache. Ich bin total gespannt, wie der Gutschein angenommen wird und freue mich, dass hier die Stadt, der Gewerbeverein und die vielen Geschäfte an einem Strang ziehen. Jetzt ist es nur noch nötig, dass ein wenig Werbung gemacht wird: In sozialen Netzwerken genauso, wie durch Mundpropaganda und offline-Werbung. Dann, glaube ich, steht einem Erfolg des Gutscheins nichts mehr im Weg. Hier gibts noch mehr Infos über das ganze Projekt.